Bauch OP Schlagader verletzt Pforzheim

:: PRESSEMITTEILUNGEN ZUM THEMA "DURCHTRENNTE HAUPTSCHLAGADER" ::

Marler Zeitung vom 03.02.2005 - Durchtrennte Hauptschlagader

NACH OPERATION IN LEBENSGEFAHR

PROZESS: Studentin fordert 10.000 €

Eine Medizinstudentin (27), der bei einer an sich unproblematischen Bauchspiegelung eine Schlagader derart verletzt worden war, dass sich drei Liter Blut in die Bauchhöhle ergossen und die Frau in Lebensgefahr geriet, klagt seit gestern vor dem Landgericht Bochum auf Zahlung von 10.000 € Schmerzensgeld.

Die Operation meiner Mandantin ist fehlerhaft erfolgt, da eine Schlagader im Bauch mit einer Spritze verletzt worden ist“, nimmt der Marler Rechtsanwalt und Arzthaftungs-Experte Stefan Hermann den operierenden Chirurgen in die Verantwortung. Der betroffene Mediziner wies den Vorwurf, fehlerhaft gehandelt zu haben, gestern im Gütetermin vor der 6. Zivilkammer zurück. Die Studentin, die selbst Ärztin werden will, war Anfang Oktober 2001 mit starken Bauchschmerzen von ihrem Hausarzt an das St. Elisabeth-Hospital in Herten überwiesen worden. Dort erfolgte zwei Tage nach Aufnahme der Eingriff, bei dem – unstreitig - eine Schlagader verletzt wurde. Nach einer sofortigen Notoperation befand sich die Patientin mehrere Tage auf der Intensivstation. Neben sichtbaren Folgen wie einer 25 Zentimeter langen Narbe – einen Bikini mag die 27-Jährige längst nicht mehr tragen - und gesundheitlichen Komplikationen durch Verwachsungen im Darm leidet die junge Frau bis heute unter zum Teil starken Schmerzen. Ihr Anwalt leitet daraus einen zusätzlichen Rentenanspruch von monatlich 150,00 Euro ab. Eine Entscheidung des Landgerichts steht noch aus. Zunächst soll ein neutrales Sachverständigen-Gutachten eingeholt werden.

WAZ vom 03.02.2005 - Durchtrennte Hauptschlagader

GUTACHTER SOLL OP-DRAMA VOR GERICHT PRÜFEN

Herten. Nach einer dramatischen Bauchoperation hat gestern eine Medizinstudentin (27) vor dem Bochumer Landgericht einen Chirurgen aus Herten auf 40.000 € Schmerzensgeld sowie eine „Schmerzensgeldrente“ von monatlich 150 € verklagt. Wie berichtet, wirft die Bochumerin dem Arzt eine fehlerhafte Operation vor. Er soll ihr 2001 bei einer Bauchspiegelung die Hauptschlagader im Bauch durchtrennt haben. Sie habe mit Blutkonserven versorgt werden müssen. Bis heute leide sie unter den Folgen. Der Arzt weist aber jedes fehlerhafte Vorgehen zurück. Laut Gericht führt er den Vorfall auf ein „seltenes, aber typisches Risiko“ zurück. Auch sei keine Hauptschlagader, sondern die Hüftarterie durchtrennt worden. Den Fall würde er „als schicksalhafte Komplikation“ werten. Vor der 6. Zivilkammer zeigt seine Rechtsanwältin auch keine Bereitschaft zu einem Vergleich. Deshalb wird jetzt ein Medizin-Gutachten den Fall prüfen. „Mit sechs bis neun Monaten muss man rechnen, so lange dauert das“, sagt der Richter. Dann treffen sich die Streitparteien vor Gericht wieder.

Bild Zeitung vom 01.02.2005 – Durchtrennte Hauptschlagader

CHIRURG ZERFETZTE DIESER MEDIZIN-STUDENTIN DIE HAUPSCHLAGADER. SIE WILL 40.000 € SCHMERZENSGELD.

Britta R. (27) kämpft seit der Horror-Operation gegen Depressionen. Die Medizinstudentin hat sogar Angst am Studium.

Bochum: Kein Wunder, dass diese Frau das Vertrauen in die Mediziner verloren hat. Es geht um Ärztepfusch- und was er aus der hübschen Studentin gemacht hat… Britta R. (27) aus Bochum wollte Kinderärztin werden - ihr Traumberuf. Alles lief bestens: Gutes Abi, Studienplatz in Medizin. Sie hatte tolle Freunde und liebte den Sport, besonders das Snowboarden. Ein glücklicher Mensch. Bis zu dem Tag im Oktober 2001, als sie mit Bauchschmerzen ins Krankenhaus kam. Bei einer Spiegelung, einem Routine-Eingriff, passierte es: Der Chefchirurg zerfetzte mit einer Nadel ihre Hauptschlagader, sie verlor über drei Liter Blut – Lebensgefahr – Intensivstation. „Als ich wach wurde, waren überall Kabel und Schläuche!“ Für sie ein Psychoschock, der ihr ganzes Leben durcheinander wirbelte. Eine 25 cm lange Narbe auf dem Bauch und schlimme Schmerz-Attacken erinnern sie an diese Horror-OP: „Ich war fast tot, kämpfe heute mit Depressionen. Und ich habe mein Vertrauen in Medizin und Ärzte verloren“. Sie hat Angst. War früher eine glückliche, unternehmungslustige Frau: Britta R. im Urlaub vor dem Studium, weil sie am eigenen Körper gespürt hat, was schief gehen kann. Und sie schämt sich wegen der Narbe, kann keinen Bikini mehr tragen. Die Medizinstudentin klagt jetzt vor dem Bochumer Landgericht, sagt: „Dieser Chirurg hat meinen Körper und mein Leben verpfuscht.“ Ihr Anwalt, Arzthaftungsexperte Stefan Hermann (39) aus Marl: „ Wir fordern 40.000 € Euro Schmerzensgeld und eine monatliche Rentenzahlung. Weil sie Ärztin werden will, ist der Fall besonders tragisch.“ Der Prozess beginnt am Mittwoch.
 

 

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